Zeulenroda und Seebergen feiern Faustball-Meistertiel 2019

von Katharina Lieske

Bachfeld. Bereits am Sonntag, dem 30. Juni, reiste sowohl eine Männer- als auch eine Damenmannschaft der Sportgemeinschaft Kurtschau zur Thüringer Landesmeisterschaft im Feldfaustball. Für diese qualifizieren sich sowohl im Männer- als auch im Frauenbereich die vier bestplatzierten Mannschaften der jeweiligen höchsten Thüringer Spielklassen. Ab 10 Uhr wurden der Männer- und Frauenwettbewerb parallel im KO-System ausgetragen. Gespielt wurde auf der Sportanlage des TSV 1898 Bachfeld, der sich trotz Gastgeberrolle jedoch weder bei den Männern noch bei den Frauen für die Endrunde qualifizieren konnte.

Im Männerbereich hatte die zweite Mannschaft der SG Kurtschau die reguläre Saison auf dem ersten Platz beendet und traf damit im Halbfinale auf den viertplatzierten TV 98 Erfurt. Die Partie gegen die arg ersatzgeschwächten Erfurter geriet bei überschaubarem Niveau dennoch zu einer klaren Angelegenheit für die Kurtschauer, die durch einen 3:0-Sieg nach Sätzen (11:7, 11:4, 11:7) ohne große Mühe ins Finale einzogen. Dieses wurde von Titelverteidiger SV 1975 Zeulenroda komplettiert, der im zweiten Semifinale gegen den SV Sömmerda beim 3:0 nach Sätzen (11:3, 11:8, 11:7) ebenso keine Probleme hatte.

Nachdem Sömmerda das Spiel um den dritten Platz mit 3:1 nach Sätzen (11:7, 5:11, 11:7, 11:8) für sich entschieden hatte, trafen mit der zweiten Mannschaft der SG Kurtschau und dem SV 1975 Zeulenroda die beiden besten Mannschaften der diesjährigen Feldsaison im Finale aufeinander. In diesem gelang es den ohne Leistungsträger Florian Beyer angereisten Kurtschauern, eine spannende und hochklassige Partie gegen die vor Allem deshalb nominell sicherlich favorisierten Zeulenrodaer zu generieren. Nachdem der erste Satz mit 11:13 abgegeben werden musste, stellte man durch ein 11:9 im zweiten Abschnitt auf 1:1-Zwischenstand. Der dritte Satz ging hingegen nach kurzem Leistungseinbruch mit 4:11 deutlich verloren, woraufhin man sich im vierten Satz spielerisch rehabilitierte, diesen aber dennoch unglücklich mit 10:12 verlor. Damit musste sich die dennoch in diesem Finale stark aufspielende zweite Kurtschauer Mannschaft Zeulenroda mit 1:3 nach Sätzen geschlagen geben und sich mit der Silbermedaille begnügen. Diese stellt aber dennoch den bisher größten Erfolg der noch jungen Mannschaft dar. Zeulenroda (im Bild mit Justin Kießling) hingegen feierte den dritten Thüringer Landesmeistertitel in Serie.

Die zweite Mannschaft der SG Kurtschau spielte bei der Thüringer Landesmeisterschaft mit Max Jacob, André Hempel, Christian Labuhn, Lucas Etzold, Christian Etzold sowie Michael Sturm.

 

Als Zweiter der regulären Saison waren die Damen der SG Kurtschau in die Landesmeisterschaft gestartet und trafen im Halbfinale auf den SV Fortuna Seebergen. Zunächst entwickelte sich zwischen beiden Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe, dessen ersten Satz Seebergen in der Verlängerung mit 14:12 knapp für sich entschied. Danach jedoch kippte das Spiel deutlich zugunsten der Spielerinnen aus Mittelthüringen, die sowohl den zweiten als auch den dritten Satz mit 11:7 bzw. 11:6 und damit auch das Gesamtspiel mit 3:0 nach Sätzen für sich entscheiden konnten. Die Damenmannschaft der Sportgemeinschaft Kurtschau verpasste die Teilnahme am Endspiel um die Thüringer Landesmeisterschaft dadurch und traf im Spiel um den dritten Platz auf die VSG 70 Bad Frankenhausen, die im Halbfinale gegen den bisherigen Ligaprimus TV 98 Erfurt ebenfalls mit 0:3 nach Sätzen (7:11, 7:11, 5:11) unterlag.

Das Spiel um Platz drei begann für die Kurtschauer Damen ebenso schlecht, wie das Halbfinale aufgehört hatte, denn durch eine 9:11-Niederlage im ersten Satz stand man direkt unter Zugzwang. In dieser Situation bewiesen die Spielerinnen der SG Kurtschau aber Courage, steigerten sich deutlich und gewannen die beiden folgenden Abschnitte klar mit 11:5 sowie 11:3. Durch einen 12:10-Erfolg im vierten und letzten Satz sicherten sich die Kurtschauerinnen einen 3:1-Sieg nach Sätzen und damit den dritten Platz der Feldsaison 2019.

Im Endspiel sorgte der SV Fortuna Seebergen für eine faustdicke Überraschung, als sie die favorisierten Erfurterinnen mit 3:1 nach Sätzen bei Satzergebnissen von 8:11, 13:11, 11:8 und 14:12 besiegten und sich damit nicht unverdient den Thüringer Landesmeistertitel 2019 holten.

 Die drittplatzierte Damenmannschaft der SGK spielte in Bachfeld mit Denise Steinführer, Paula Kluge, Katharina Sturm, Anna Sturm, Emely Stier sowie Johanna Frantz. Auf dem Bild sind alle teilnehmenden Akteure der SG Kurtschau an diesem Tag zu sehen, also sowohl die Spielerinnen der Damen- als auch die Spieler der Männermannschaft.

 

Die aktuellen Tabellen der Verbandsliga Männer und Verbandsliga Frauen.

 

von Christian Labuhn

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